Weißstorch sicher erkennen
Sein wissenschaftlicher Name ist 'Ciconia ciconia', aus der Familie der Störche (Ordnung der Storchenvögel)
Wie ich aussehe
Der Weißstorch ist größer als der Graureiher mit einem langen Hals und langen Beinen.
Das Gefieder von Kopf und Körper ist weiß.
Die Flügel sind weiß und schwarz.
Er hat einen roten Schnabel und rote Beine.
Man erkennt die Jungvögel an ihrem dunklen Schnabel, der sich dann an der Basis orange färbt mit einer dunklen Spitze.
Meine Lieder, meine Rufe
Man hört den Weißstorch hauptsächlich während der Fortpflanzung, wenn sich die Erwachsenen im Nest gegenseitig begrüßen.
Dabei erzeugt er Schnabelklappern, indem er den Kopf nach hinten legt, sodass er den Rücken berührt.
Wie ich mich verhalte
Der Weißstorch ist eher zutraulich, wenn man ihn nicht erschreckt. Er nistet oft in der Nähe von Menschen.
Er fliegt mit gestrecktem Hals, die langen Beine ragen über den Schwanz hinaus…
Oft in einem ungeordneten Kreis in großer Höhe.
Man kann ihn manchmal mit dem Rosapelikan verwechseln, aber dieser fliegt mit eingezogenem Hals, die Beine ragen nicht über den Schwanz hinaus und in einem synchronisierten Kreis.
Er versammelt sich in Schlafplätzen für die Nacht. Oft in großer Höhe, geschützt vor Raubtieren.
Wie ich mich fortpflanze
Der Weißstorch baut sein Nest auf Dächern, Strommasten und manchmal in Bäumen.
Sein Nest besteht aus Zweigen und ist so platziert, dass es leicht im Flug erreichbar ist, ohne behindert zu werden.
Es wird jedes Jahr vom Paar wieder genutzt und ausgebaut und kann so große Dimensionen und ein hohes Gewicht erreichen.
Im Prachtkleid erscheinen lange weiße Federn am Hals.
Was ich esse
Der Weißstorch ernährt sich von Fröschen, Fischen und kleinen Säugetieren.
Aber auch von Insekten und Würmern.
Sie fressen oft in Gruppen, während der Zugpausen oder im Winter.
Wo man mich findet
Man findet ihn in der Nähe von bewirtschafteten Flächen in der Nähe von Gewässern (Sümpfe, überschwemmte Gebiete).
Es gibt eine größere Konzentration von Individuen im Osten Europas als im Westen.
Das könnte mit der Verschmutzung der Feuchtgebiete und deren Austrocknung zusammenhängen.
Er ist ein großer Zugvogel, der in den Tropen Afrikas überwintert und im April nach Europa zurückkehrt.
Er zieht nicht über das Meer, da es an thermischen Aufwinden mangelt und konzentriert sich daher auf zwei Landwege.
So kann der Zug über den Bosporus und Gibraltar Ende August beeindruckend sein.
In den letzten Jahren hat sich ein Teil der europäischen Population aufgrund milderer Winter und des Nahrungsangebots in biologisch abbaubaren Deponien standorttreu gemacht.
Er kann bis zu sechsundzwanzig Jahre alt werden.