Sturmmöwe erkennen
Sein wissenschaftlicher Name ist 'Larus canus', aus der Familie der Möwen (Ordnung der Regenpfeiferartigen)
Wie ich aussehe
Die Sturmmöwe ist etwas größer als eine Lachmöwe und viel kleiner als die Silbermöwe.
Er hat einen runden Kopf wie eine Möwe und einen kleineren und feineren Schnabel als die Silbermöwe.
Seine Augenringe sind rot und die Iris ist braun bis gelblich.
Der Kopf und die Brust sind weiß im Prachtkleid und der Schnabel ist gelb ohne roten Fleck.
Er hat einen aschgrauen Rücken und Flügel (dunkler als die Silbermöwe).
Die Flügelspitzen sind schwarz mit weißen Spiegeln (metallisch farbige Flecken).
Im Winter ist der Kopf weiß mit grauen Streifen und der Schnabel ist blasser mit einer dunklen Binde.
Der Schnabel und die Beine sind gelblich-grün.
Die Jungvögel haben eine bräunliche Oberseite und einen dunklen Schnabel. Ihr Kopf und ihre Brust sind graubraun und haben eine schwarze Binde am Schwanz.
Im zweiten Winter ist die Oberseite grau mit kleinen weißen Spitzen auf den Flügeln (genannt Spiegel), aber sie behalten mehr Schwarz an den Flügelspitzen als die Erwachsenen. Der Schwanz ist weiß.
In 3 Jahren erreicht die Sturmmöwe ihr Erwachsenenkleid mit breiteren weißen Spiegeln auf den Flügeln.
Im Prachtkleid ähnelt sie der Dreizehenmöwe. Aber diese hat kurze und dunkle Beine und die Flügelspitzen ohne weiße Enden und weniger Schwarz.
Meine Lieder, meine Rufe
Die Sturmmöwe stößt einfache Kontaktlaute "ki-èèh" aus, die denen der Silbermöwe ähneln.
Ihr Alarmruf wird wiederholt und ist lauter.
Wie ich mich verhalte
Die Sturmmöwe versammelt sich oft in Gruppen.
Von Oktober bis April findet man sie mit den Möwenkolonien an den Hafenkais, Brücken, in Gartenteichen… (oft Jungvögel).
Im Flug wirkt sie agiler als die Silbermöwe. Weniger schwer, schlägt sie ihre Flügel sanfter und energischer.
Sie fliegt vor allem im Gleitflug nahe an den Klippen und oft dicht über dem Wasser.
Wie ich mich fortpflanze
Die Sturmmöwe nistet in Kolonien oder einzeln.
Sie nistet an den Küsten, Inseln, entlang von Flüssen, Seen.
Ihr Nest befindet sich am Boden, nahe am Wasser, in den Felsen oder Dünen…
Das Weibchen baut eine mit Algen oder anderen Pflanzen ausgekleidete Mulde, in die sie in der Regel 3 Eier legt.
Die Erwachsenen füttern die Küken, indem sie ihnen die Nahrung in den Schnabel legen. Größere Küken werden durch aufgestoßene Nahrung gefüttert und bedienen sich selbst.
Was ich esse
Die Sturmmöwe ist allesfressend (Würmer, Muscheln, Fische, kleine Säugetiere, Abfälle).
Sie sucht ihre Nahrung an den Küsten, um Muscheln, Fische zu finden...
und in Wiesen, Parks, um Würmer zu finden (hinter Pflügen, die den Boden umdrehen), Insekten, am Boden nistende Vögel, Mäuse und Wühlmäuse.
Sie zeigt sich manchmal als Dieb, indem sie Papageitaucher oder Möwen verfolgt, um ihnen ihre Nahrung abzunehmen.
Wo man mich findet
Man findet die Sturmmöwe während der Brutzeit an der Küste.
Außerhalb der Brutzeit lebt sie an Binnengewässern, bewirtschafteten Feldern und manchmal auf Mülldeponien.
Sie ist zugvogelartig im Norden Europas. Sie zieht im Winter nach Süden und Westen. Skandinavische Populationen überwintern in Frankreich an der Küste und entlang der Flüsse.
Sie ist standorttreu in der Umgebung der Küste der Nord- und Ostsee.
Sie kann bis zu 24 Jahre alt werden.