Löffler sicher erkennen
Sein wissenschaftlicher Name ist 'Platalea leucorodia', aus der Familie der Ibisse und Löffler (Ordnung der Pelecaniformes)
Wie ich aussehe
Der Löffler ähnelt einem Storch, aber man erkennt ihn an seinem löffelförmigen Schnabel.
Er ist etwas kleiner als ein Reiher.
Von weitem kann man ihn mit dem Silberreiher verwechseln, wegen seines weißen Gefieders und seiner langen schwarzen Beine.
Im Prachtkleid hat er eine Haube auf dem Kopf, einen ockerfarbenen Fleck auf der Brust und einen schwarzen Schnabel mit gelber Spitze.
Die Haube der Männchen ist größer.
Im Schlichtkleid hat er keine Haube und sein Schnabel ist komplett schwarz.
Die Jungvögel ähneln den adulten Vögeln im Schlichtkleid, haben jedoch schwarze Flügelspitzen, die besonders im Flug sichtbar sind.
Sie haben auch fleischfarbene Beine und Schnabel, die sich allmählich verdunkeln.
Meine Lieder, meine Rufe
Der Löffler ist stumm.
Außer während der Fortpflanzung, wenn man hohe, zitternde Bettelrufe und einige Grunzlaute in der Kolonie hören kann.
Wie ich mich verhalte
Man bemerkt den Löffler oft in Gruppen fressend.
Er fliegt mit gestrecktem Hals wie ein Storch.
Seine Flügelschläge sind schneller als die eines Reihers und werden von Gleitphasen unterbrochen.
Im Ruhezustand kann man ihn mit dem Silberreiher verwechseln, aber die Haltung ist unterschiedlich.
Der Löffler hält seinen Körper fast horizontal. Das sieht man hier in der Mitte gut.
Der Silberreiher hält seinen Körper eher vertikal. Wie hier in der Mitte zu sehen.
Wie ich mich fortpflanze
Der Löffler brütet in Kolonien, oft in Bäumen.
Vor dem Nestbau betreibt das Paar eine gegenseitige Gefiederpflege, wobei die Haube aufgestellt ist. Das nennt man "Balz".
Das Nest besteht aus Zweigen in Bäumen oder Schilf, meist abseits von anderen Arten.
Es gibt eine Brut pro Jahr mit 3 bis 5 Eiern im April-Mai.
Was ich esse
Der Löffler ernährt sich von Weichtieren, Krebstieren, kleinen Fischen…
Um Nahrung zu finden, steckt er seinen Schnabel ins Wasser und schwenkt den Kopf von links nach rechts.
Er findet seine Nahrung in großen, flachen Gewässern.
Sein löffelförmiger Schnabel ermöglicht es ihm, das Wasser zu filtern und die Beute zurückzuhalten.
Wo man mich findet
Der Löffler lebt in Feuchtgebieten im Binnenland… (Sümpfe, Schilfgebiete mit Büschen, Bäume, flache und geschützte Wasserbereiche)
und in küstennahen Feuchtgebieten, wie Salzwiesen.
Er ist ein Zugvogel, der in Afrika überwintert.
Einige Paare brüten in Frankreich, an der Atlantikküste und in der Camargue.
Er kann etwa achtundzwanzig Jahre alt werden.