Flamingo sicher erkennen
Sein wissenschaftlicher Name ist 'Phoenicopterus roseus', aus der Familie der Flamingos (Ordnung der Flamingovögel)
Wie ich aussehe
Der Flamingo ist ein großer Stelzvogel mit extrem langen Beinen und Hals.
Er ist größer als der Weißstorch.
Er hat einen massiven, stark gebogenen Schnabel, der rosa mit schwarzer Spitze ist.
Seine langen Beine sind rosa.
Sein Gefieder ist weiß mit einem Hauch von Rosa.
Die Flügel sind rot und schwarz, besonders im Flug sichtbar.
Die Männchen sind oft größer und farbiger als die Weibchen.
Die Jungvögel sind bräunlich mit einem blassgrauen Schnabel und dunklen Augen. Dann werden sie schnell weiß.
Einjährige Vögel sind schmutzig-weiß mit schwarzen Flügelspitzen. Das Rosa erscheint im zweiten Lebensjahr.
Meine Lieder, meine Rufe
Der Flamingo gibt laute Quaklaute von sich, die denen der Graugänse ähneln (insbesondere bei nächtlichen Flügen).
Wenn er in Gruppen ist, hört man ein dumpfes, grummelndes Geräusch.
Wie ich mich verhalte
Der Flamingo fürchtet Störungen.
Er ist oft in großen, dichten Gruppen.
Aus der Ferne sieht die Gruppe aus wie ein weißer Fleck am Horizont.
In Ruhe steht er oft auf einem Bein, mit dem Kopf ins Gefieder gesteckt.
Im Flug hat der Flamingo die Beine und den Hals ausgestreckt, wobei der Hals leicht nach unten geneigt ist.
Er fliegt mit schnellen und kontinuierlichen Flügelschlägen.
Er kann sich auch schwimmend fortbewegen.
Wie ich mich fortpflanze
Der Flamingo brütet in Kolonien. Diese sind zwar nicht zahlreich, aber sehr groß.
Er siedelt sich auf niedrigen Inseln, Sandbänken, schlammigen Ufern und Salzseen an.
Während der Fortpflanzung balzen Männchen und Weibchen und führen verschiedene Choreografien auf, um ihre leuchtenden Farben zu zeigen.
Zur Verführung kann sich der Flamingo auch „schminken“. Indem er seine Federn mit dem von ihm produzierten Fett bestreicht, trägt er ein Pigment, das Carotin, auf. So werden diejenigen, die sich am meisten schminken, bunter und werden daher zuerst ausgewählt.
Die Eltern bauen eine erhöhte Schale aus Erde, in der das jährliche Ei abgelegt wird.
Das Küken verbringt seine ersten Tage im Nest, schließt sich aber bald den anderen an, die sich in einer „Krippe“ versammeln.
Es gibt brütende Kolonien in Frankreich, Spanien und Italien.
Was ich esse
Der Flamingo ernährt sich von Wirbellosen und Wasserpflanzen.
Der Schnabel besteht aus Lamellen, die das Wasser filtern, um Nahrung zurückzuhalten, ähnlich wie die Barten eines Wals.
Er fängt insbesondere eine Art von Garnelen, die ihm durch die enthaltenen Pigmente seine rosa Farbe verleihen.
Er ernährt sich in Gruppen, wobei der Kopf ins Wasser getaucht wird. Diese Gruppen erinnern an die Gruppen von Löfflern.
Manchmal stampft der Flamingo den Boden, während er sich um seinen getauchten Schnabel dreht. Dabei entstehen typische Kreise im Schlamm, die auf die Anwesenheit der Art hinweisen.
Seltener, wenn die Wassertiefe es erlaubt, kann der Flamingo teilweise eintauchen, um das Wasser zu filtern, wobei nur sein Hinterteil herausragt und er mit den Beinen schlägt, um diese Position zu halten, ähnlich wie bei Schwimmenten.
Wo man mich findet
Der Flamingo lebt in flachen Salz- und Brackwassergebieten (Lagunen, Küstenteiche, Deltas).
In Europa findet man ihn rund um das Mittelmeer.
Er kann standorttreu oder wandernd sein.
Er kann bis zu dreiunddreißig Jahre alt werden.
Seine lange Lebensdauer erklärt sich durch seine späte Fortpflanzung. Obwohl die Geschlechtsreife mit etwa 3 oder 4 Jahren erreicht wird, pflanzt er sich später fort, bis zu einem Alter von etwa zehn Jahren.